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Typographische Experimente

Wer diese Homepage häufiger besucht, dem dürfte eventuell eine kleine, aber entscheidende Veränderung in der Optik dieser Webseite auffallen: Die Typographie.
Während bisher die standardmäßig durch das Template vorgegebenen Schriftarten benutzt worden (für Überschriften eine Garamond bzw. meist eine Times New Roman und für den Text im Idealfall eine Helvetica, die bei den meisten Betrachtern aber durch eine gähnend langweilige Arial ersetzt wurde), habe ich diese nun durch individuelle Schriftarten ersetzt, die der Webseite einen Wiedererkennungswert und eine angenehmere Lesbarkeit verleihen sollen.
Für Überschriften und andere markante Positionen setze ich eine UglyQua ein, die durch ihr etwas antiquiertes und verfranstes Aussehen einen ganz eigenen Charme hat. Für Textstellen werde ich zukünftig eine Fontin. Diese "frei" verwendbaren Schriftarten habe ich über fontsquirrel.com ausfindig gemacht, eine Webseite, die ich in diesem Zusammenhang nur empfehlen kann.

Typographische Monotonie im Netz

Es ist bemerkenswert, wie lange die Entwicklung weit verbreiteter Internetstandards zur Implementation angepasster Schriftarten gedauert hat. Während das Web 2.0 Videos, Animationen und Interaktivität vorsieht, langweilen uns die meisten Homepages noch mit Arial und Times New Roman. Schade, schließlich beweisen uns Zeitungen seit Jahrzehnten, wie die Entwicklung eines eigenständigen typographischen Charakters, mit Umsicht eingesetzt, zur Erhöhung des Wiedererkennungswertes beitragen kann. Dabei sollte man jedoch zwischen einer typographischen "Hochrüstung" und der damit verbundenen blinden Benutzung zahlloser verschiedener Schriftarten auf ein- und derselben Homepage einerseits, und der bewussten Benutzung einzelner Schriftarten zur Entwicklung eines eigenen, optischen Charakters andererseits, unterscheiden.

Auf den beiden Screenshots wird der Unterschied recht schön verdeutlicht. Links die neue Typographie, rechts die alte.

Realisiert wird die Schrifteinbindung dabei technisch per CSS mit der Funktion @font-face. Wie so häufig funktioniert das Ganze nicht mit dem Internet Explorer (bzw. nur mit Anpassungen), mit der Version 9 ist aber Besserung versprochen, da inzwischen ein allgemein anerkannter Standard (Web Open Font Format) spezifiziert wurde, der sich demnächst breit durchsetzen sollte. Zwischenzeitlich werden im Internet Explorer weiterhin die ursprünglichen Schriftarten angezeigt. Bei allen anderen verbreiteten Browsern (Firefox, Chrome, Safari, Opera) sollten die Änderungen jedoch sichtbar sein. Einen Unterschied habe ich bereits zwischen der Benutzung von Firefox unter Windows und Ubuntu ausgemacht, da bei Letzterem für mich das AntiAliasing der Schriften subjektiv besser aussieht.

Über euren optischen Eindruck der Veränderung oder eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der Anpassung würde ich mich freuen.

One Comment

  1. Blabla

    Hi Alex,
    gerade zufällig deinen neuen Blog gesehen und mich gleich über die Schrift aufregen müssen :-P Dann das hier gelesen und festgestellt, dass Firefox(Portable 3.6.10) für den Fließtext bei mir auch UglyQua hernimmt, was für die Lesbarkeit nicht gerade förderlich ist. :-(
    Der IE stellts korrekt dar und ich muss zugeben, dann schaut auch echt gut aus – genauso wie die Fotos :)

    Viel Spaß in Frankreich und viele Grüße
    Blabla

One Trackback

  1. By Freies Gedankengut » Blog Archiv » Alles neu macht der… Oktober!? 3 Nov ’10 at 21:40

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